Revolutionen und Reformen

Digital kommt kolossal

Die digitale Revolution kommt. Schon seit Jahren. Sie frisst ihre Kinder, sie gebiert Neues, sie guilliotiniert ganze Branchen, sie verändert unsere Gesellschaft nachdrücklich und unausweichlich. Denn in einer Wissensgesellschaft wandelt sich brachial auch der Rohstoff Wissen. Virtuelle Realität konkurriert mit wahrer Realität, fake News sind immer auch News, der Hintern von Kim Kardashian genießt die gleiche Wahrnehmung wie das Hirn von Kim Jong-un. 

Es zählt nicht das im Kopf abgespeicherte Wissen, sondern das schnell auf dem Smartphone abrufbare. Wikipedia ist die gesammelte Ware Wissen, schnell, überall und für jeden allzeit parat. Nichtsdestotrotz: Die Lesefähigkeit, das Verständnis abstrakter Prozesse, die Anschaulichkeit von Modellen nehmen nach Meinung führender Neurowissenschaftler kontinuierlich ab. Und doch: Die Digitalisierung bringt zahlreiche Vorteile.

 

Bernward Mönch, tmi
Geschäftsführer Training & Consulting

 

„Digitalisierung ist, wenn man beim Joggen umkehrt, um seinen Fitnesstracker zu holen, sich Snapchat runterlädt, um zu erfahren, wie es den eigenen Kindern geht und man für seine Apps mehr Ordner auf seinem iPhone hat als auf dem Schreibtisch stehen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der digitale Wandel

bei emco

 

Film starten

Immer schneller, immer weiter

 

Der Zuwachs an Geschwindigkeit ist ein echter Gewinn der Digitalisierung. Breaking News folgen den Ereignissen auf dem Fuß, in Echtzeit erfahren wir, wenn Börsen crashen, Vulkane ausbrechen, Bomben explodieren. Dieses sich selbst beschleunigende Tempo füttert die Augen und Ohren, allein der Verstand kann dem kaum noch folgen, die Nachrichten einordnen und nach Relevanz und Brisanz beurteilen. Und wenn ein amerikanischer Präsident Twitter als Hauptmedium benutzt, sagt das viel über die Wortmacht von Gegenwartspolitik. Das beeinflusst die Medien, den Medienkonsum, das mediale Selbstverständnis als vierte Gewalt. Da, wo jeder alles jederzeit kommentieren kann, wo ein Urrauschen durch den Meinungsdschungel rauscht, braucht es den Fachautor eines Qualitätsjournalismus gar nicht mehr. Denn Qualität kostet, aber Quantität zählt. Ist das das Aus für die Leuchtturmmedien wie FAZ, Zeit und Spiegel, die noch bis zum Redaktionsschluss recherchieren und redigieren?

 

 Berufsgruppen im Spiegel der Digitalisierung 

 

 

Hans-Theo Schenk,Winzer
Weingut Rueff-Röchling 

„Ich trinke Steillagenriesling, analog 
gewachsen – digital überwacht!“

Die Matrix macht’s

 

Ein unschlagbarer Vorteil der medialen Digitalisierung darf nicht unerwähnt bleiben. Es ist die Suchmaschinenoptimierung, die eine Recherche, eine Motivsuche, eine Tiefe an Information garantiert, die man in anlogen Zeiten schmerzlich vermisst hat. Die Stichwortsuche bietet ein fantastisches Angebot, die Querverweise führen hinein in ganze Welten, die man noch nicht kannte. Verbinden Bilder mit Filmen, Namen mit Zitaten, Texte mit Autoren, so dass das Suchen eine immer angenehm belehrende Reise durch die Zeit ist. Und vergessen wir nicht: Auch das Konversationslexikon des 18. Jahrhunderts war eine Bildungssammlung, aus der man sich einen Begriff suchte, um darüber Konversation zu betreiben.

 

 

 

 Wie Digitalisierung den Alltag beeinflusst

 

 

 

Homajun Dorchenas
Bauunternehmer

 

„Mein eigenes Tun hat sich nicht verändert. Das Problem ist, dass alle anderen im Netz sind.“

 

 

 

 

 

Stella Dommermühl
Betriebswirtin 

„Mein Berufsleben spielt sich zu 100 % am Computer, also digital, ab.
Etwa 95% meiner Wohnung ‚kommt’ aus dem Internet.
Zuhause bin ich sehr viel online, aber trotzdem habe ich hauptsächlich Hobbys,
die mit Digitalität nichts zu tun haben.“

Babs und Boris in Blogs und Bots

 

Man kann das als die vollkommene Meinungsfreiheit verstehen, dass jeder allen alles mitteilen kann. Längst sind Plattformen wie Facebook und Twitter, Snapchat und Instagram, Bots und Blogs die medialen Träger für Schminktipps und Fashion, Selfies und Likes. Es zählt nicht Kompetenz in der Sache, sondern Kommunikationsfreiheit im Netz mit möglichst vielen Followern. Vorbei die Zeiten, da ein Augstein, ein Reich-Ranicki, ein Fest ex cathedra die Welt erklärten, aktuell rauscht ein Meinungs-Müsli durch die Medien, das man auch urdemokratisch nennen kann. Nicht das Medium zählt, sondern die Message, die Matrix verknüpft den Markt.

 

 Befragte zu Lebensveränderungen durch Digitalisierung

 

 

 

Helmut Reinelt,
Fotograf und Webdesigner 

„Ich bin begeisterter Reisender in der wun-
derbaren Welt der Digitalen Möglichkeiten.“

 

Albert Luis Ude,
Architekt

„Als daU bin oft dankbar für die Anwesenheit jüngerer Menschen, die mich digital über Wasser halten. Dafür weiß ich Sachen, von denen die nicht einmal wissen, dass es sie gibt. So können zwei Halbbildungen miteinander ein nettes, effizientes Ganzes ergeben, was sie jeweils allein nicht hinbekämen.“

Eine neue Elite entsteht

 

Die Digitalen Nomaden sind eine neue Spezies, die weltweit zu einer Elite heranwächst. Es sind die Jünger des digitalen Zeitalters, die sich mit einem digitalen Geschäftsmodell unabhängig machen, die da leben, wo die Welt am schönsten ist, das Wetter am besten, die Kosten am geringsten. Es sind junge Selfmade-Leute, die mit einer Idee, die sie digital weiterentwickeln, ihren Traum vom Leben finanzieren. Tim Chimoy, der Gründer des Citizencircle ist einer von ihnen. Vertraut mit E-Residency, der elektronischen Form von Firmensitz und Start-up, Experte für Co-Working und Crowd-Funding, ist Tim gerade in Ko Lanta in Thailand, beschäftigt mit einem großen Gründerkongress, der im Juli im estnischen Tallinn stattfindet. Diese neuen Nomaden sind die wahren Gewinner des digitalen Wandels.

Gewinner der Digitalisierung können aber alle sein – Internetnutzer sowie Unternehmen und deren Kunden. Ausschlaggebend ist dabei die Qualität der Produkte und der Dienstleistungen. Stimmt sie nicht, droht im digitalen Zeitalter umgehend ein Shitstorm. So wird der User zum Qualitätsbewahrer. Der Anbieter ist gefordert, die digitalen Vorteile zu nutzen, dabei die Qualität hochzuhalten – das ist die Kunst. Die emco Group stellt hochwertige Produkte her und bietet qualitätvollen Service und ebensolche Informationen – analog und digital.

Lesen Sie mehr zum Thema „Qualität bei der emco Group“:

 

 

 

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