Reimar Hellwig auf Roller-Tour zum Nordkap!

Lust auf Abenteuer? Mit Qualitätsroller kein Problem…

Eine Reise zum Nordkap ist immer etwas Besonderes - aber eine Reise zum Nordkap auf einem Elektroroller ist mehr als das! Bereits 2015 fuhr der mittlerweile 75-Jährige Reimar Hellwig auf seinem Elektroroller, einem NOVUM S 5000 von emco, von Baden-Württemberg bis ins schwedische Göteborg. Vorab hatte er weder geplant, wann und wo er tanken würde, noch wo er übernachten würde. Was sich für viele schon abenteuerlich genug anhört, war für den reisefreudigen Ingenieur nur eine "kleine Testfahrt". 2016 sollte es noch weitergehen: vom Bodensee bis zum Nordkap. Lesen Sie selbst alles über eine Reise von besonderer Qualität!

 

 

Der technikinteressierte Reimar Hellwig, der noch heute als Unternehmensberater tätig ist, wollte beweisen, dass die Zukunft der Fortbewegung in der Elektromobilität liegt. Außerdem wollte er sich einen Traum erfüllen: auf zwei Rädern zum nördlichsten Punkt Europas zu fahren. Und weil die Gesundheit dem leidenschaftlichen Radsportler nicht mehr erlaubt, mit dem Rad zu fahren, fiel die Wahl auf seinen e-scooter.

 

Anders als bei den rund 1.500 Kilometern von Herdwangen nach Göteborg wurde diesmal die Reise akribisch geplant: Zunächst kümmerte sich Reimar Hellwig um ein Smartphone, das auch in dünn besiedelten Regionen eine Verbindung nach Deutschland sicherstellte. Dann kaufte er ein hochwertiges Navi, das er in individueller Detailarbeit an seinem Roller installierte. Vom Kunststoff-Abschleppseil über ein Solar-Notstromaggregat und eine Abdeckplane bis hin zur genauen Streckenplanung inklusive Tank- und Übernachtungsstopps wurde alles genau durchdacht. Auch ein ins Schwedische übersetzter Brief ist mit im Gepäck - für den Fall, dass es doch mal zu Verständigungsproblemen kommen sollte. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei emco in Lingen, wo der NOVUM noch einmal vor der langen Reise komplett durchgecheckt wurde, ging es los Richtung Norden. Reisen Sie mit!

In 80-Kilometer-Etappen gen Norden

Diesmal reiste Reimar Hellwig mit realistisch eingeplanten Reichweiten, und so kam schon nach kurzer Zeit eine angenehme Routine auf. Sein Roller hat einen fest eingebauten 60 V/60 Ah-Akku. Hier liegt die Reichweite bei etwa 80 Kilometern - abhängig von Wetter, Bergen, Beladung etc. "Elektrisch zu reisen ist ein tolles Erlebnis", schwärmt der pensionierte Ingenieur. "Fast geräuschlos unterwegs zu sein, zu wissen, dass die Natur keinen Schaden nimmt, ist ein wirklich unbeschreibliches Gefühl." Die Tankpausen von anderthalb bis zwei Stunden gingen seiner Meinung nach fast schon zu schnell herum: "Ich habe in der Zeit zu Mittag gegessen, mich via Smartphone mit den Lieben daheim ausgetauscht, die nächste Route geplant, kleinere Einkäufe erledigt und mir die Umgebung angeschaut", erzählt Hellwig. "Ich bin in dieser Zeit aber auch häufig mit Einheimischen, Bikern, Reisenden oder dem Tankstellenpersonal ins Gespräch gekommen."

Günstiger Strom und skandinavische Maße

"An Strom kommt man in Skandinavien wirklich überall. Für einen Elektroroller reicht ja auch schon eine handelsübliche 230 V Steckdose aus", berichtet Reimar Hellwig. "Gerade im Norden verfügt Skandinavien über ein sehr gut ausgebautes Stromnetz. Die Temperaturen fallen im Winter schon einmal auf unter -20 Grad, da brauchen Autos oft Starthilfe. Deshalb gibt es hier weit mehr öffentliche Steckdosen als Tankstellen." Seiner Erfahrung nach kennt kaum jemand den genauen Strompreis - und zwar hierzulande ebenso wenig wie in Skandinavien. "Dass Reisen mit dem Elektroroller in Deutschland nicht einmal 1 Euro auf 100 Kilometer kostet - in Schweden und Norwegen wegen der günstigen Strompreise, die nur 30 % bzw. sogar nur 25 % des deutschen Strompreises betragen, noch deutlich günstiger ist - ist den Menschen nicht bewusst", erzählt der Elektromobilitäts-Fan. "Hier muss noch Pionierarbeit geleistet werden!" Außerdem sollten sich Nacheiferer merken: Meile ist nicht gleich Meile! Spricht ein Nordskandinavier davon, dass die nächste Stadt wenige Meilen entfernt liegt, kann dies zu einer bösen Überraschung führen, ist der Akku fast leer. Denn viele Schweden und Norweger verwenden noch die veraltete "Skandinavische Meile". Die bezeichnet statt 1,6 ganze 10,6 Kilometer. Sollten Sie also eine Reise nach Skandinavien planen, fragen Sie beim Thema "Meile" lieber zweimal nach!

Treffen Sie hilfsbereite Menschen!

Auf seiner Reise hatte Reimar Hellwig viele bereichernde Begegnungen. Je weiter er in den Norden reiste, desto offener wurden die Menschen. "Hier ist man auf Hilfe der teils schon weit entfernten Nachbarn angewiesen", erklärt sich der Abenteurer das Phänomen. "Das schweißt natürlich zusammen." So lernte er beispielsweise ein junges Ehepaar kennen, das weit abgelegen von aller Zivilisation ein 5.000 Quadratmeter großes Waldgrundstück bewohnte. Ebenso traf er eine Frau von der "mobilen Sozialstation", die sicherstellt, dass ältere Menschen in solch verlassenen Gegenden Schwedens gut versorgt sind. In einer alten Mühle gewährten ihm zwei Facharbeiter Zugang zu ihrer Baustellensteckdose, in einem italienischen Restaurant ein freundlicher Wirt, in Hotels und Tankstellen lud man Hellwig in die Privaträume ein, wenn anderweitig keine Steckdose erreichbar war. Das "Tanken" war also nie ein Problem.

 

 

 

Nach vier Wochen: Ziel erreicht!

Nach vier spannenden Wochen und 4.000 Kilometern mit Wetterkapriolen, Glück und Sorge, ob die Reise trotz Hindernissen gelingen würde, gelangte Reimar Hellwig ans Ziel und fuhr als Erster überhaupt mit Elektroroller vom Bodensee bis zum nördlichsten Punkt Europas. So konnte er symbolisch sein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Obwohl es auch im Sommer am Nordkap an mehr als jedem zweiten Tag regnet, hatte er Glück und das Nordkap zeigte sich in voller, sonniger Pracht - mit einem Schlag waren alle Anstrengungen. "Elektrisch reisen: Das ist die Zukunft!", schwärmt Reimar Hellwig. "Meine Reise war bis zum Rand gefüllt mit fantastischen Begegnungen und tollen Menschen. Schon jetzt ist es auch für Alleinreisende möglich, frei von Kohlenstoffdioxid unterwegs zu sein. Gerade in Norwegen, wo 98 % des Stroms aus Regenerativen Energien kommt, reist man fast komplett klimaneutral. Viel mehr Menschen sollten in die Vorteile der Elektromobilität vertrauen!"

 

Für die, die einen Trip nach Skandinavien planen, hat er folgende Tipps:

Nördlich von Östersund zeigt sich Lappland von seiner schönsten Seite mit herrlicher Natur und vielen Tieren - und jeder Menge kostenloser Steckdosen. Außerdem ist der Björkebo-Campingplatz in Stöllet, rund 125 km nördlich von Karlstad, ein echter Geheimtipp. Die Rückreise trat Reimar Hellwig ab Trondheim mit dem Schiff an.

Haben Sie auch Lust auf eine Reise mit einem Elektroroller bekommen? Dann besuchen Sie uns!

 

 

 

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