Alles neu seit Monat Mai

Schöne weite Datenwelt

Jeder hat sie gefürchtet, und sie hat vieles verändert. Am 25. Mai 2018 ist die Europäische Datenschutz Grundverordnung, kurz DSGVO, in Kraft getreten. Auch bei der emco Group hat man reagiert und erfüllt fristgerecht die neuen Standards. Bereits zuvor wurde mit unternehmenseigenen Servern, neuem Telefonanbieter und strikt nach beruflich und privat getrennten Handys für mehr Datensicherheit gesorgt.

 

„Daten sind für uns ein immenses Kapital, mit dem es sorgfältig und regelkonform umzugehen gilt.
Deshalb sorgen wir auch für Datensicherheit in der Zukunft vor.“

Christian Gnaß, Geschäftsführender Gesellschafter emco Group

 

Über vier Jahre hat das Europäische Parlament darum gerungen, und bis zum Geltungstag haben Kanzleien, Beraterfirmen, Webmaster gearbeitet wie die Brunnenputzer, haben Datenschutzerklärungen erarbeitet, die oft länger waren als die eigentlichen Websites, etliche Webshops wurden aus Unsicherheit vom Netz genommen, und erst jetzt weicht die Furcht der Entspannung. Die Abmahnlawinen sind nicht zu Tal gerollt, einige schwarze Schafe haben sich selbst getrollt, und die Datenlage ist europaweit sicherer geworden. Selbst die großen Vier, für die Daten das einzige Kapital sind, also Amazon, Facebook, Apple und Google, haben ein ganz neues Bewusstsein entwickelt für den europäischen Anspruch auf Sicherheit und Datenschutz. Und: Europa hat mal wieder mit einer Stimme gesprochen, auch wenn die Umsetzungsgeschwindigkeiten der Verordnung ganz unterschiedlich sind. Aber: Wer auf die Seite der Deutschen Gesellschaft für Datenschutz geht, wird mit einem Störer gebeten, nicht mehr anzurufen, das Telefonnetz ist seit Ende Mai schier zusammengebrochen. Langfristig macht die DSGVO Sinn. Wir erinnern uns: Ob Edward Snowden oder Wikileaks, ob Facebook-Daten in obskurem Einsatz beim US-Präsidenten Wahlkampf, nichts war unmöglich, wer die Daten hatte, hatte die Macht.

Die weiße Maske: Sinnbild für das Hacker-Netzwerk Anonymous

Das Öl des 21. Jahrhunderts

Daten sind ein nachwachsender Rohstoff, sie sind der Treibstoff der Industrie 4.0, sie halten den Laden am Laufen. Unsere Gesellschaft ist mit High-Speed auf der Datenautobahn unterwegs. Das Ziel: die digitale Wissensgesellschaft, schnelle Kommunikation, vereinfachter Konsum. Wo immer wir sharen, liken, upvoten, geben wir ein kleines Stück Information über uns preis. Aus Tausenden dieser Informationen, aus Konsum- und Klickverhalten setzt sich eine digitale Kopie unserer Persönlichkeit zusammen, präzise ermittelt von Alter, Geschlecht und Wohnort bis hin zu Vorlieben, Konsumwünschen, politischen Einstellungen. Dieses Wissen ist Gold wert für alle, die ihr Marketing jetzt bedarfsgerecht steuern und die Kunden zielgerichtet informieren können. Was im B2C-Bereich begonnen hat, revolutioniert jetzt das B2B-Geschäft. Der ehemalige Online-Buchhändler Amazon ist längst mit Big Data ins Big Business eingestiegen. Auf Plattformen wie Alibaba und Amazon Business finden und vermarkten Unternehmen alles vom Luftkompressor bis zum Lieferdreirad. Firmen müssen neue Vokabeln lernen, Beratungsfirmen spezialisieren sich auf E-Commerce und digitale Transformation. Der große Trend heißt Targeting: Wer Verkäufe einstreichen will, muss gut zielen statt breit zu streuen. Das Marketing der Zukunft setzt auf Scharfschützen statt Schrotflinten. Nur wer einen Garten sein Eigen nennt, braucht einen Rasenmäher – und wer zwei Tonnen Feinblech kauft, hat vielleicht auch Interesse an ein paar Nieten. Da müssen jetzt die Algorithmen ran, und die arbeiten immer schneller, immer präziser. Für den Verbraucher wie für den Geschäftskunden ist dabei wichtig, welche seiner Daten gespeichert werden, wozu sie genutzt und wie sie geschützt werden. Und dazu dient die DSGVO. Auf der Website der emco Group können sich Interessierte selbstverständlich die Datenschutzerklärung der Unternehmensgruppe durchlesen – und wir berichten hier in Kürze ausführlich über die Maßnahmen, die bei emco ergriffen wurden. Doch nicht nur auf Unternehmensebene sind Daten eins der prioritären Themen …

Leben im Licht

Ein amerikanischer Präsident trompetet via Twitter seine Tweets parallel an 50 Millionen Menschen und ist damit nicht allein: Der Beruf des Influencers ist stylish, strahlend und schwerreichmachend. Wenn man so bekannt in seiner Community ist wie Caro Daur oder so vielseitig wie Amanda Palmer. Die Sängerin und Crowdfunding-Queen ist auf allen Kanälen zuhause, sie hat Millionen Follower auf Facebook, Twitter, Instagram. Für sie ist Community gleich Communication, es gibt nur ein öffentliches Sein, keine Grenzen zwischen Beruf und Privatleben, zwischen Tourdaten und Tränenausbrüchen, alles ist Stoff. Ihre Fans finanzieren das Glamourgirl über Crowdfunding und die Künstler-Plattform Patreon. So kann Arbeit aussehen im 1. Jahrhundert der Digitalisierung. Influencer und Youtuber machen ihre Persönlichkeit zu Geld, ihr Leben öffentlich, ihre Fangemeinde glücklich. Palmer postet am 12. August 2018 um 17.56 Uhr auf Twitter:

„When I die, what will I have done with the short time I had here?“

 

Selbstfahrende Autos und selbstregelnde Häuser

Wir alle profitieren vom Internet of Things, ihm gehört die Zukunft. Die Dinge wissen, was wir wollen, wir helfen nur manchmal mit dem Smartphone nach. Wenn wir nach Hause kommen, hat die Heizung datenbasiert das Loft angenehm gewärmt, die Tür öffnet sich nach der Biometrie unseres Gesichts und die Spülmaschine bestellt gerade neu Tabs. Die Lichtstimmung richtet sich nach unserer Gefühlslage. Das Smart Car in der Garage weiß selbst, wann es gewartet werden muss, es fährt selbstständig in die Werkstatt – und es fährt uns, wohin wir wollen. So werden wir zu einer Gesellschaft von digitalen Nomaden, die Raum und Zeit schneller überwinden als die analogen Steinzeitmenschen, die da noch unterschieden zwischen Arbeit und Freizeit, Familie und Freunden, Zuhause und Urlaub. Moderne Datennutzung macht’s möglich.

Daten schützen, damit sie nützen

Datenschutz geht alle an. Denn Datenmissbrauch schädigt alle. Auf Unternehmensebene heißt das, den Datenschutzbeauftragten ernst zu nehmen, Dateien auf eigenen Servern zu speichern und die Firewalls regelmäßig von Profis prüfen zu lassen. Sichere Passwörter und verschlüsselte E-Mails sollten selbstverständlich sein, idealerweise arbeitet man mit Tor-Browsern, welche die IP-Adresse verschleiern. Jochim Selzer vom bekannten Chaos Computer Club bringt es auf den Punkt:

„Algorithmen sind nichts Böses, sie sind nur Rechenverfahren, die unsere Daten bewerten. Wichtig ist nur zu wissen, wie sie das tun, zum Beispiel, um zu wissen, nach welchen Kriterien die Schufa unsere Kreditwürdigkeit beurteilt.“

 

Was ist von Algorithmen zu halten?

Jochim Selzer
(Chaos Computer Club)

Der Film zum Thema

Am 12. November kommt ein Film in die Kinos, der zeigt, wohin die Digitale Zukunft führen wird. David Bernet hat vier Jahre lang recherchiert, mit Experten gesprochen und einen sehenswerten Dokumentarfilm gedreht. Sie können ihn nicht verpassen: Man kann ihn streamen, downloaden oder ganz klassisch im Kino erleben.

Democracy

Im Rausch der Daten
Ein Dokumentarfilm von David Bernet

 

Hier gibt es den Film in voller Länge zum Streamen.

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