Architektur für die Kunst

Studio Libeskind im Baltikum

In Vilnius eröffnete am 18. Oktober das MO Museum seine Pforten. Es geht auf eine private Initiative der Wissenschaftler Danguolė und Viktoras Butkai zurück und verfügt über eine Sammlung von 5.000 modernen und zeitgenössischen Kunstwerken. Sie umfasst die berühmtesten Werke der litauischen Kunst von den 1960er-Jahren bis heute. Das in Zusammenarbeit mit dem litauischen Büro Do Architects realisierte Gebäude ist das erste Projekt dieser Art von Studio Libeskind im Baltikum. Für die Stadt ein Highlight in Sachen Architektur.

MO Museum für Moderne Kunst wurde als kulturelles Tor konzipiert, das Vergangenheit und Zukunft verbindet, die Architektur ist entsprechend gestaltet. Der Innenhof durchschneidet das gesamte Gebäude und wird dominiert von einer großen Treppe, die einen Platz auf Straßenhöhe mit einer offenen Dachterrasse verbindet.

Adäquate Räume für die Kunst

Mit einer Gesamtfläche von fast 3.500 Quadratmetern ist das Gebäude sehr kompakt und fügt sich kontextuell in das umgebende Stadtbild ein, passt sich der Höhe der vorhandenen Strukturen an und richtet seine Fassade an der Straße aus. Auf den ersten Blick wirkt es aufgrund seiner klaren Form einfach und zurückhaltend. Im Innern jedoch zeigt sich die wahre Komplexität des Designs. Die Außentreppe durchschneidet das Gebäude und öffnet den Raum nach innen – raumhohe Verglasungen durchfluten die Räume mit Tageslicht.

Kunst aus unterschiedlichen Perspektiven: Die komplexe geometrische Struktur der Architektur eröffnet unerwartete Perspektiven und soll die Besucher ermutigen, sämtliche Räume des Museums zu erkunden. Von einer bestimmten Stelle im Museum aus können die Besucher zum Beispiel alle Etagen des Gebäudes sowie die vorgelagerte Straße und die Terrasse des Amphitheaters sehen – hinzu kommen Reflexionen, die von Glasstrukturen innerhalb des Gebäudes gespiegelt werden. Eine Glaswand zum Lagerbereich ermöglicht es auch der Öffentlichkeit, Kunstwerke aus der Sammlung des Museums zu sehen, die derzeit nicht gezeigt werden.

Fotos: © Norbert Tukaj
 

Architektur, die Flexibilität ermöglicht

Eine freistehende Wendeltreppe bildet den Mittelpunkt der Lobby und verbindet zwei offene Galerien auf der zweiten und dritten Ebene. Auf ersterer umgibt eine kleinere Galerie einen Lesesaal, in dem die Besucher eine umfangreiche Sammlung von Kunst-, Architektur- und Designpublikationen nutzen können. Des Weiteren beherbergt das Museum Bildungsbereiche, eine Multifunktionshalle, Verwaltungsbüros, ein Café und einen Museumsshop. Das Café kann durch die Lobby oder durch einen separaten Eingang erreicht werden. Der multifunktionale Saal, der für Konferenzen, Konzerte und Filmvorführungen geeignet ist, hat ebenfalls einen unabhängigen Zugang – größtmögliche Funktionsflexibilität also, auch wenn das Museum an sich geschlossen ist.  

Mit vielen Grünflächen und einem Skulpturengarten, der zu Erholung einlädt, bietet das MO Museum generell eine einladende Umgebung, in der sich Menschen treffen und miteinander interagieren können.

Auch die emco Group engagiert sich für Kunst, Architektur und Kultur – neben dem Engagement vor Ort kommen emco Produkte in Museen und Theatern zum Einsatz.

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