2 Fußballspieler die gegeneinander antreten

Von der Wiege bis zur Bahre:

das Konkurrenz-Prinzip, das einzig Wahre?!

„Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Das erleben wir von der emco Group jeden Tag, wenn wir hart daran arbeiten, in unserem Metier zu den Besten zu zählen und Maßstäbe zu setzen. Wie erleben andere das Konkurrenzprinzip als Antrieb unseres Wirtschaftssystems. Wie kommen Sportler, Künstler und andere damit zurecht? Eine Frage, die wir uns angesichts der bevorstehenden WM stellen – eine Frage mit zahlreichen Antworten.

 

„Ich glaube, dass es wichtig ist, sich als Unternehmen ständig anzupassen an neue Bedingungen, die der Markt stellt oder die die Kunden an uns herantragen. Veränderung ist wichtig, um ein modernes und innovatives Unternehmen zu bleiben – und das bezieht sich sowohl auf die Produkte als auch auf die Organisation einer Firma.“

Christian Gnaß, Geschäftsführender Gesellschafter emco Group

Konkurrenzkampf der Spermien

Schon der Weg ins Leben ist härteste Konkurrenz. 40 bis 100 Millionen Spermien machen sich beim Zeugungsakt auf den Weg, um in etwa 2 Stunden die 12 bis 15 Zentimeter bis zum Eileiter zurückzulegen. Davon sind nicht alle voll entwickelt und die meisten zu langsam. Nur einem einzigen Spermium gelingt der Zieleinlauf zum Ei, zur erfolgreichen Befruchtung. Wenn nach neun Monaten ein neuer Erdenbürger geboren wird, nimmt ein Leben seinen Lauf, das sich dem Konkurrenzprinzip unterwerfen wird. Veni. Vidi. Vici.

Der Kampf auf dem Schulhof

Schon die Schule des Lebens erzieht zum Vergleich, zum Wettbewerb, bringt uns das Konkurrenzprinzip nahe. Die Frage „Welches Auto fährt dein Papi?“ orientiert sich an Marke, Größe, Image. Es wächst in der Kinderseele ein Gefühl von Unten oder Oben, von Billig oder Teuer, von Top oder Flop. So entstehen Ordnung und Einordnung, so festigt sich ein Weltbild aus klaren Konkurrenz-Koordinaten. Das numerische Notensystem unterstützt diese Wertungen. Die Begriffe Klassenbester, Sonderbegabter, Sitzenbleiber, Primus dokumentieren jene Dramatik, die sich später im Wirtschaftsleben bei den Wertungen Leistungsträger oder Underperformer fortsetzt. Wussten Sie übrigens, dass am Beginn der emco-Historie auch ein „Primus“ stand? 


Mehr über diesen „Sonderbegabten“ erfahren Sie hier!

Besonders die Fördersysteme unterstützen die Eliten. Wer etwa in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen werden will, muss durch außerordentliche Leistung auffallen, durch seine Lehrer empfohlen werden, muss andere überragen und übertreffen. Das beginnt banal beim Schulsport. Wenn für ein Fußballspiel die Mannschaften gewählt werden, sind es immer wieder die Gleichen, die bis zum Schluss auf der Bank sitzen und nur widerwillig ins Team geholt werden. Brigitte Kaldenhoff, Mutter von drei Kindern und Lehrerin, weiß aus eigener Anschauung: „In den ersten sechs Jahren erfolgt die soziale Prägung. Dann sind die Kinder reif für den Wettbewerb und heiß auf den Wettbewerb.“

 

Wettbewerb nach Noten

Deutschland war einmal die Musiknation Europas. Das ist lange vorbei, in deutschen Orchestern dominieren ausländische Musiker, besonders die Chinesen sind virtuos. Die Beethoven-Competition der Deutschen Telekom, einen internationalen Klavierwettbewerb, hat seit Jahren kein deutscher Pianist mehr gewonnen. Der Deutsche Musikrat, verantwortlich für das musikalische Treiben in der Republik will dem entgegensteuern, natürlich mit Wettbewerben. Der größte und bekannteste „Jugend musiziert“ versammelt jedes Jahr Tausende Schüler, lässt sie gegeneinander an- und ausspielen, bis nach Länderentscheiden die Elite der Nation übrig bleibt. Daneben gibt es Jazz-, Rock- und Dirigentenwettbewerbe, alles damit Deutschland in Zukunft wieder die erste Geige spielt. Der Geschäftsführer des Deutschen Musikrats, Dr. Benedikt Holtbernd sieht das alles sportlich: „Die ganze Welt beneidet uns um die musikalische Früherziehung. Gerade haben wir einen Kooperationsvertrag mit China unterzeichnet, um ‚Jugend musiziert‘ auch für die chinesischen Kinder zu ermöglichen.“ Freude, schöner Götterfunken.

 

„Es liegt in der Natur des Menschen, sich messen zu wollen.“

- Caroline Sieger

Höher. Schneller. Weiter.

Auch wenn die antiken olympischen Spiele ein Fest zu Ehren der Götter waren, standen sie im Zeichen des Wettbewerbs. Das hat sich bis in die Neuzeit so erhalten. Den Sieger kennen alle, den Zweiten einige, den Dritten wenige, den Vierten niemand. Drei Stufen hat das Treppchen. Ganz selbstverständlich lebt Leistungssport von Leistung und die muss man messen können und wollen. Da gehört die Konkurrenz zum Antrieb, zur Motivation, da wird das Stadion in Moskau zum Nachfahren des Kolosseums in Rom. Das wird sich bei der FIFA-WM in Russland in diesem Sommer deutlich zeigen. Nicht umsonst ist das Budget der FIFA größer als das der UN, der Weltverband überträgt in alle Staaten der Erde und Milliarden werden vor den Bildschirmen zittern.

Was die Motivation zur Meisterschaft, den Trieb zum Titel, den Sog zum Sieg ausmacht, erklärt die Deutsche Meisterin im Karate mit dem passenden Namen Caroline Sieger: „Wenn ich mich schon morgens um Sechs beim Training auf die Matte legen lasse, wenn ich mit Blessuren und blauen Flecken durch die Welt laufe, dann nur um mit den Besten meines Sports darum zu fighten, wer die Beste ist. Kampfsport enthält eben zwei Worte: Sport und Kampf.“

Wirtschaft braucht Wettbewerb.

Als im vergangenen Jahrhundert jene Systeme stürzten, welche die Solidargesellschaft predigten und auf die Planwirtschaft schworen, da blieb nur unser Wirtschaftssystem übrig, das auf Wettbewerb setzt, auf Angebot und Nachfrage, auf den Satz „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Ist das so? Ganz sicher im kleinen Umfeld, im Handwerk und im Mittelstand. Fakt ist aber auch, dass der Kapitalismus sich nach dem Untergang seines Antipoden verschärft hat, dass seit der Bankenkrise von einer Balance nicht mehr die Rede sein kann, dass fairer Wettbewerb in weiten Teilen der Welt eine Farce ist. Das gilt besonders für marktbeherrschende Konzerne, für die es gar keine Konkurrenz mehr gibt, ja die sich benachbarte Wirtschaftsfelder bedingungslos aneignen. So wie Google und Facebook die komplette Werbewirtschaft im „unfriendly takeover“ an sich reißen oder wie die Chinesen den Solarmarkt monopolisieren. Ganz klar zeigt sich, dass multinationale Unternehmen, die mehr Kapital bewegen als viele Nationalstaaten, sich von politischer Ordnung nicht mehr zügeln lassen. Hier wird jeder Wettbewerb, jede vermeintliche Konkurrenz zur Farce. Das trifft besonders die Kreativwirtschaft, die das einzigartige Gut der Kreativität so oft in den Wettbewerb stellen muss. Nehmen wir die Architektur: wie viele gute Ideen, geniale Entwürfe für ungezählte Wettbewerbe allein für den Papierkorb erarbeitet worden sind, lässt sich nur erahnen. Eine ungeheure Vergeudung der Ressource Kreativität. Ein typisches Opfer ist der Architekt Karl Heinz Schommer aus Bonn: Vor Jahren noch Träger des MIPIM-Awards für das hochgelobte Kameha Grand Hotel am Bonner Bogen, ist er mit 20 internationalen Kollegen und seinem Entwurf für ein Beethoven-Festspielhaus am Rhein in eben diesem baden gegangen, weil die Bundesstadt plötzlich Angst vor der eigenen Courage hatte und das Projekt sang- und klanglos zu Grabe trug. Apropos Hotel: Auch die emco Group engagiert sich explizit für eine gute Hotelgestaltung. Erfahren Sie mehr!

 

„Stillstand ist Rückschritt, Veränderung ist wichtig.“

Christian Gnaß, Geschäftsführender Gesellschafter emco Group, zum Thema Wettbewerb

Konkurrenz oder Kooperation, das ist hier die Frage.

Die aktuelle Konkurrenzgesellschaft betrifft alle Formen des sozialen Miteinander, die Politik und die Wirtschaft, den Sport und die Medien, die Religionen und die Gesundheit. Sie hat ihre Förderer im Lager der Neoliberalen, das Konkurrenzprinzipals Humus für Chancengleichheit, für Dynamik, Effizienz und Fortschritt sehen. Und sie hat ihre Gegner auf Seiten derer, die Soziales, Subsidiarität und Solidarität höher schätzen als Selbstoptimierung und Ich-AG. Ulrich Schneider etwa, der Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes wendet sich in seinem Buch „Mehr Mensch!“ massiv gegen die Ökonomisierung des Sozialen nach dem Konkurrenzprinzip. Auch die aktuelle Diskussion um die Konkurrenz zwischen öffentlicher und privater Krankenversicherung, der Streit um eine Zwei-Klassen-Medizin, hat hier seinen Ursprung. Die Kritiker der Konkurrenztheorie wenden ein, dass man die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse von Charles Darwin, sein „Survival of the fittest“ nicht auf die Gesellschaft übertragen könne. Seine Artenlehre, nach der derjenige überlebt, der sich seiner Umwelt am besten anpasst, mag im Dschungel gelten, aber nicht im modernen urbanen Umfeld.

Was bleibt, wenn die Konkurrenz am Ende ist …

Ganz gleich, aus wie vielen Konkurrenzkämpfen man erfolgreich hervorgegangen ist, wie viel Wettbewerb man für sich entschieden hat, wer am Ende sehen will, wie günstig man diese Konkurrenzwelt wieder verlassen kann, der wird wie 27.000 Besucher vor ihm auf die Domain www.Bestatter-Preisvergleich.de gehen. Das günstigste Angebot für den Exit: 2015,– all inclusive im Friedwald.

Lesen Sie weitere Beiträge im Online-Magazin, darunter ein Interview mit Architekt Tobias Koch – und wie einmalige Büromöbel entstehen. Natürlich finden Sie auch Artikel zu Innovationen aus dem Hause emco, wie das bahnbrechende emco light system oder emco INOX für individuelle Eingangsbereiche.

 

 

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